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Sammelblog zur Spielkultur

 
Öl, Schweiss und Muskeln

In Edirne stellen sich Jahr für Jahr Hunderte von Männern zum Zweikampf - bekleidet nur mit Lederhosen und von Kopf bis Fuß eingerieben mit Olivenöl. Aus allen Ecken und Enden des Landes reisen die besten Ringer an die türkisch-bulgarische Grenze. Das rutschige Rangeln, seit Jahrhunderten Nationalsport der Türken, ist Volksfest und rituelles Schauspiel zugleich und endet mit der Kür der Meister in Kirkpinar. Der große Ringertreff am Rande Europas zieht immer mehr Besucher aus der ganzen Welt in seinen Bann.
[Von Murat Cengiz und Julian Sacher]

Auf Englisch und mit etlichen Fotos versehen: [Turkish Wrestling]

Im taz-Gespräch erzählt Basketball-Bundestrainer Henrik Dettmann, wie er sich seine Mannschaft vorstellt - und warum reife Menschen auch reife Spieler sind.

taz: Herr Dettmann, kennen Sie das kürzeste Gedicht der Welt?
Henrik Dettmann: Nein.
taz: Es ist ein Zweizeiler von Muhammad Ali und geht so:
"Me. We."
Wie wichtig ist Ihnen der "Wir"-Gedanke bei Ihrer Arbeit?
[Interview von HENNING HARNISCH]

Über die Abhängigkeit von Mensch und Technologie in der elektronischen Freizeit

[...] Ein wenig erinnert dieser Moment an Josef Rusnaks Film "The Thirteenth Floor", in dem Menschen einige Male an ein ähnlich physisches Ende ihrer Welt gelangen und hilflos feststellen, dass sie in einer Simulation gefangen sind. Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen diesem filmischen Nachfühlen einer Spielwelt und ihrem tatsächlichen Erfahren in "Ultima Ascension". Im Film ist der Mensch hilflos, ganz wie man sich für gewöhnlich die Gefangenen sogenannter virtueller Realitäten vorstellt. Doch im Spiel ist es die Technologie, die uns hilflos gegenübersteht. Aus der Grauzone an ihrem Rand gibt es Wege, auf denen man unter die Oberfläche der Spielwelt zurückkehren kann.
[von Konrad Lischka]

Diese Ausarbeitung möchte auf die Bedeutung des Spiels für die Schule und das Lernen eingehen. Aus diesem Grund werde ich zunächst versuchen zu erläutern, was Spielen ist, um den Gegenstand einzugrenzen. Anschließend werde ich ausführen,
warum der Mensch spielt, um die elementare Bedeutung des Spiels für den Menschen zu verdeutlichen. Darauf folgt eine Beschreibung, warum man in der Schule spielen sollte und was
für Probleme beim Spielen in der Schule auftreten können. Danach werde ich die Frage beantworten, warum man beim Spielen lernt, was für den Einsatz in der Schule natürlich eine wichtige Voraussetzung ist, um darauf Bedingungen an ein Lernspiel und didaktische Kriterien für den Einsatz von Spielen in der Schule, allgemein zu beschreiben, um zu verdeutlichen, das nicht alle Arten von Spielen für die Schule geeignet sind und das man nicht um des Spielen willens, sondern um des Lernen willens, in der Schule spielen sollte.
[Ausarbeitung von Marco Kuhland]

Die Computerspielehersteller fühlen sich zu Unrecht an den Pranger gestellt

Ein Mann sitzt gefesselt auf einem Stuhl. Er wird angebrüllt und geschlagen. Im selben Raum duscht eine Frau. Jedes Mal, wenn der ältere Mann zur Frau in die Dusche steigt, schlägt der junge Mann den Gefesselten erbarmungsloser. Der stöhnt auf. Ein Leibwächter füttert einen Affen mit Nüssen. Dann explodiert eine Bombe. Sie erwischt nur den Mann auf dem Stuhl. Er wird losgeschnitten, gleitet fast leblos zu Boden und kriecht noch ein paar Meter weiter, bevor ihm ein bewaffneter Leibwächter ("Der ist hin") in den Kopf schießt.
Sinnlos? Brutal? Menschenverachtend?
Was ist aber, wenn es sich bei dieser Szene um ein von Frank Castorf inszeniertes Theaterstück in der Berliner Volksbühne handelt? Und was wäre, wenn das Werk "Schmutzige Hände" heißt und von Jean Paul Sartre wäre?
[von Thomas Feibel]

Wer falsch spielt, verschafft sich den entscheidenden Vorteil: Er kann die Spielregeln, wie der Missbrauch einer Verfassung, unterwandern, um am Ende das Spielbrett über den Haufen zu werfen. - Leitartikel

Nichts ist ernster als das Spiel, vom Spiel mit dem Tode bis zum Schachspiel, vom Schauspiel bis zum Kinderspiel, vom Great Game der Weltmächte um Öl und Pipelines zu den Global Players in der Wirtschaft Wer das Spiel nicht ernst nimmt, tut es auf eigene Gefahr.
[von Michael Stürmer]

Ringen und Ringkämpfe gibt es mehr oder weniger abweichender Form in aller Welt - Ringen, Wrestling, Lutte, Sumo, Kirkpinar oder eben Schwingen, wie es bei den Eidgenossen heißt ... eine der informativsten Seiten ist überraschenderweise die der US-Vereinigung der Swissstylewrestler ... allerdings in Englisch.

Das Kartenspiel gehört also hierher. Martial, Schiller, Nietzsche, Bergson, Huizinga haben die Bedeutung des Spiels im täglichen Leben und für unser psychisches Gleichgewicht hervorgehoben. Die Knöchelchen-, Dame-, Würfelspieler in der Antike und später die Kartenspieler waren davon schon lange überzeugt.

Die französische «belote», die italienische «scopa», der englische «whist», der «Jass», der in der Schweiz problemlos die Sprachgrenzen überschreitet, und nicht zu vergessen die «Patience», Einsamkeit und Langeweile vertreibend, und die Wahrsagerei, anregend oder beruhigend, spielen eine gesellschaftliche Rolle, deren Wichtigkeit unterschätzt wird. Suchen Sie mal in der Schweiz ein Haus, in dem es keine Spielkarten gibt!
[von Nicolas Bouvier]

 
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