Sommer 1954. Deutschland ist. Weltmeister. Meine Begeisterung kennt keine Grenzen, auch wenn ich noch so klein bin, dass ich eben über die Tischkante schauen kann. Leider ist gerade Fritz-Walter-Wetter und an den Bolzplatz nicht zu denken. Also in die Küche, wo die großen Brüder schon den Tisch leergeräumt haben. Die Pappschachtel wird vom Schrank geholt, das grasgrüne Wachstuch ausgerollt, zwei Zinkfiguren, denen aus dem Kopf ein Knopf wächst, beziehen vor dem zwölfeckigen Ball Stellung. Gelb oder rot das Jersey, erwartungsfroh schlenkert das rechte Beinchen, und der Torwart hockt kniend vor seinem Fliegendrahtkäfig.
[Stationen eines Lebens]
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